Interkommunale Netzwerke (TP04)

Hintergrund

Untersuchungsgebiet
Untersuchungsgebiet

Der genutzte und gelebte Raum soll immer stärker den Ansprüchen an die Nachhaltigkeit gerecht werden, welche zugleich immer komplexer werden. Die Kommunen sollen weiterhin den Strukturwandel bei angespannter kommunaler Haushaltslage aktiv gestalten.
Unser Projekt hat das Ziel, die Kooperationsfähigkeit der Kommunen untereinander zu verbessern und leistungsfähiger zu machen, um den o.g. Problemen und Ansprüchen praxisnah und lösungsorientiert zu begegnen. Dazu unterstützen wir die Kommunen in ihren interkommunalen Arbeitsgemeinschaften/ Netzwerken und stellen Verbindungen zu weiteren Praxispartnern her. In unser Projekt sind nahezu alle 53 Kommunen der Metropole Ruhr eingebunden. Zur Bearbeitung der einzelnen Fragestellungen wird auf lokale Untersuchungsräume fokussiert, unter anderem bei der Frage, wie der Schließung von Bergbaustandorten begegnet werden kann.

Uns interessiert

Wir untersuchen vier bereits erfolgreich arbeitende Netzwerke der Metropole Ruhr, die interkommunal und/oder regional arbeiten. Deren Kooperation dreht sich insbesondere um Strategien für nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung sowie die Bereitstellung und Analyse regional einheitlicher Informationen zu Gewerbeflächenpotentialen.

Unser Projekt geht der Fragestellung nach, wie diese Netzwerke den Ansatz des Regional Governance, also der koordinierten, gelungenen Zusammenarbeit zwischen den Kommunen, fördern können. Dabei achten wir darauf, welche Arten der (in-)formellen Zusammenarbeit es gibt, und welche Instrumente wie etwa digitales Wissensmanagement eingesetzt werden. Entsprechend dem Anspruch an die Nachhaltigkeit prüfen wir auch, welche Leitbilder und Strategieansätze für die Entwicklung und Durchführung von Projekten zu mehr Nachhaltigkeit beitragen können.

So packen wir es an

A - Instrumente: Qualifizierung und Nutzbarmachung vorhandener Geodaten/ Ansprüche an digitale Wissensmanagementsysteme
Folgende Fragen wollen wir hier beantworten:

Welche Datengrundlagen braucht nachhaltiges Landmanagement (Basis- und Fachdaten)? Was ist bereits vorhanden, wo fehlen Informationen?

Wie kann eine technische Bereitstellung aussehen (inkl. Wissenstransfer über die Beschaffenheit der Daten)?

B -Fallbeispiele: Integration zukünftiger Siedlungsflächen auf Bergbaufolgestandorten und Modellprojekte nachhaltiger Siedlungsentwicklung
Diese Maßnahme umfasst eine Auswahl von Untersuchungsräumen (z.B. Bergbaufolgestandorte) und eine Analyse der unterschiedlichen Entwicklungskonzepte bzw. Interessenslagen. Dabei folgen wir dem Motto: EIN Standort – VIELE Ideen. Wir wollen Transparenz schaffen über bestehende räumliche und nicht-räumliche Konzepte wie etwa Klimaanpassungsstrategien oder regionale Bildungskonzepte. Zudem sollen Einigungen über eine gemeinsame Entwicklungsstrategie zwischen den unterschiedlichen Akteursgruppen und Netzwerken geschaffen werden.

C -Gesamtbetrachtung: Weiterentwicklung der Trägerschaft für den Emscher Landschaftspark (ELP) mit dem Ziel der Entwicklung eines Modells für die Gesamtfläche des ELP
Hauptpunkte dieser Maßnahme: Entwicklung eines nachhaltigen Trägermodells (Finanzierungs- und Betreibermodell) sowie Erprobung integrativer Flächenentwicklung im Kern des Ruhrgebiets (ELP + Siedlungsbereich).

D - Begleitforschung/Evaluation: Ansprüche an die Leistung von Information und Kommunikation für informelle Netzwerke bzw. für ein integriertes urbanes Landmanagement in Ballungsräumen
Diese Maßnahme enthält die Begleitforschung, also die Evaluation der vier bestehenden interkommunalen Netzwerke. Dabei untersuchen wir Qualitäten und Möglichkeiten eines digitalen Projektmonitoring, von Praxis und Aufwand der Datenbank- und Informationspflege, der Kommunikationsangebote in und zwischen den Netzwerken, der Rückkopplung der ausgewerteten Ergebnisse in die Netzwerke und in die anderen Teilprojekte des Verbundvorhabens KuLaRuhr. Schließlich soll diese Maßnahme die Frage beantworten: Wie sieht ein good practice (Erfolgsmethode) interkommunaler Zusammenarbeit aus, und wie steht es mit der Übertragbarkeit auf andere Regionen?

F - Untersuchte Netzwerke
Konzept Ruhr: abgestimmte Strategie von 41 Städten/Gemeinden und 3 Kreisen in der Metropole Ruhr zur nachhaltigen Stadt- und Regionalentwicklung als regelmäßiges, offenes, breit angelegtes, multithematisch-integratives Netzwerk

Wandel als Chance: Positionspapier zwischen Städte und Kreise der Arbeitsgruppe Wandel als Chance, der Landesregierung NRW,  der Flächeneigentümer und dem Regionalverband Ruhr zur vorausschauenden Revitalisierung bedeutsamer Bergbauflächen als regelmäßiges, fachthematisch gerichtetes Netzwerk zur Bearbeitung des spezifischen Themenkomplexes der Kohlekonversion

ruhrAGIS (Atlas der Gewerbe- und Industriestandorte Metropole Ruhr): gemeinsame Datenbasis der Metropole Ruhr zur Unterstützung von Planungs- und Wirtschaftsförderungsaufgaben sowie

Gewerbliches Flächenmanagement Ruhr: gefördertes Gemeinschaftsvorhaben zur Analyse der Marktverfügbarkeit von Gewerbe- und Industrieflächen in der Metropole Ruhr als indirekte, thematisch eng gefasste Netzwerke

Download Kurzpräsentation

Interkommunale Netzwerke (TP04)
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In Zusammenarbeit mit

TP01 (TU Darmstadt), TP02 (LWK NRW) und TP03 (RVR)

Bearbeiter und Kontakt

Europäische und regionale Netzwerke Ruhr, Regionalverband Ruhr (RVR), Stadt Herne

Kontakt: Michael Schwarze-Rodrian, schwarze-rodrian@rvr-online.de, Jeanette Sebrantke, sebrantke@rvr-online.de